4. Kompanie

Die Kompaniefarbe ist grün.

Die 4. Kompanie wurde im Jahre 1841 gegründet.

Kompanievorstand


Einladung zum Eintageskönigschiessen in Dortmund Rahm

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175 Jahre IV. Kompanie, neue Kompanieführung und neuer Kompaniekönig


Aber alles der Reihe nach.

Dieses Jahr ist ein besonderes in der IV. Kompanie. Sie hat Geburtstag und wird 175 Jahre jung.
Als ziemlich gesichert gilt, dass die Kompanie 1841 gegründet wurde.
Nachweislich stellte die Kompanie seit dem 4 Schützenkönige, mind 1x den Oberst und Regimentskommandeur, den Chef der Fahnen und nun auch den 1. Vorsitzenden. Sicherlich gibt es noch viel mehr aus 175 Jahren IV. Kompanie zu berichten, aber hierzu steht jede Menge in den Festbüchern der letzten Jahrzehnte.

Daher stand das diesjährige Kompanieschiessen schon unter dem Motto des 175jährigen. Dieses Jahr feierten wir das erste mal als Kompanie auf dem Festplatz der Schützen am Gartenbad.

Seit Ende letzten Jahres sind wir auch stolze Besitzer eines 12,1“ Containers. Also hatten wir dieses mal kein Transportproblem. Nach dem wir Freitags aufgebaut hatten und die ersten Kümmerling- und Veltinsproben genommen hatten, ging es am Samstag, den 11.06.2016 los.

Um Punkt 14 Uhr wurde am Platz angetreten und der Vogel übergeben. Diesen hatte dieses Jahr der Oblt. Thomas Fohr gefertigt und sollte sich noch als zäh heraus stellen. Als Dank gab es die obligatorische Flasche Schnaps.

Kurz darauf kam unser König Matthias I. mit seiner Königin Veronika I. Rohde mit seinem Gefolge und dem Spielmannszug Freiheit Westhofen anmarschiert. Nach der Begrüßung und Horrido folgte das Geburtstag Kaffeetrinken. Dank der fleißigen Bäckerinnen in der 4. Kompanie gab es reichlich Kuchen und eine Geburtstagstorte, die vom Hauptmann und Spieß angeschnitten wurde.

Um 15:05 Uhr machten sich dann 15 Schützen der IV. Kompanie daran, Ralf dem letzten die Insignien abzuschießen.

Die Insignien gingen an folgende Schützen:

  • Nach dem 56 Schuss um 15:52 die Krone an Oblt. Andreas Fohr
  • Nach dem 179 Schuss um 18:21 der Reichsapfel an Oblt. Andreas Fohr
  • Nach dem 215 Schuss um 18:47 das Zepter an Oblt. Thomas Fohr
  • Nach dem 241 Schuss um 19:06 der rechte Flügel an Oblt. Thomas Fohr
  • Nach dem 288 Schuss um 19:36 den linken Flügel an Hauptfeldwebel Tim Wagemann

Hiernach musste der Vogel etwas umgebaut werden und wir konnten kurz danach mit dem Königsschießen beginnen. Zu Beginn machten sich 8 Schützen daran, Ralf den letzten von der Stange zu schießen

Um 20:15 mit dem 29. Königsschuss und 317 Schuss gesamt, winkte Ralf der letzte unserem Bernd zu um sich dann vor ihm für den guten Schuss zu verneigen. Dabei fiel er unter großem Jubel von der Stange.

Wir haben ein neues Königspaar Bernd I. und Silke I. Koch

Dieses wurde wie es sich gehört, bei schönem Wetter und mit vielen Gästen bis tief in die Nacht gefeiert.

Am 02.07 war es dann soweit, die offizielle 175 Jahr Feier fand in unserem Kompanielokal Breer´s Hotel statt. Um Punkt 17 Uhr begann der Festakt mit einem kurzen Rückblick auf die Kompanie durch den Hauptmann und Kompanieführer Ralf Jürgens. Ebenfalls übermittelte der Ehrenvorsitzende der Schützen-Bürgerwehr-Freiheit-Westhofen Gerhard Geisler sowie SM Matthias I. die Glückwünsche des Vereins.
Der Heimatverein vertreten durch den Geschäftsführer Uwe Förster übermittelte ebenfalls Glückwünsche.
Nach den Glückwünschen und einem Sektempfang ging es in den feierlich dekorierten Festsaal.
Die IV. konnte an diesem Abend 80 Schützen mit Begleitung begrüßen. Es standen an diesem Abend noch 2 Höhepunkte auf dem Programm. Zum einem hatte sich der Hauptmann & Kompanieführer Ralf Jürgens dazu entschlossen, die Kompanie in jüngere Hände abzugeben. Außerdem wurde Ralf Jürgens im Mai 2015 zum neuen 1. Vorsitzenden der Schützen-Bürgerwehr-Freiheit-Westhofen gewählt.

Ralf Jürgens hatte die IV. Kompanie 2002 von dem damaligen Hauptmann & Kompanieführer Jürgen Brauckmann übernommen und diese dann souverän mit seiner Frau Marion 4 Schützenfeste geführt und organisiert.

Bevor die Offizielle Übergabe stattfand, bedankte sich der scheidende Hauptmann bei seinen langjährigen Wegbegleitern und dem Kompanievorstand. Der Oberst und Regimentskommandeur Martin Schäfer beförderte Ralf Jürgens zum Major im Stabe und entließ ihn als Kompanieführer der IV. Kompanie.

Ein neuer Kompanieführer musste her. Diesen hatte die IV. im Februar schon gewählt. Die Wahl fiel auf den Hauptfeldwebel und Spieß der IV. Kompanie Tim Wagemann.
Oberst Martin Schäfer beförderte Tim Wagemann zum Hauptmann und ernannte Ihn zum Kompanieführer der IV. Kompanie.
Feierlich bekam der neue Hauptmann den Kompaniesäbel vom Vorgänger übergeben, als äußeres Zeichen des Kompanieführers
Nun war es amtlich, die IV. hat einen neuen Hauptmann.

So ganz wollte man den scheidenden Kompanieführer aber dann doch nicht gehen lassen. Als Dank für seine 25 Jahre Vorstandsarbeit wurde der alte Hauptmann vom neuen Hauptmann zum „Ehrenhauptmann der IV. Kompanie“ ernannt. Dieser hatte hiermit nicht gerechnet und war sehr gerührt. Natürlich haben wir die scheidende Frau Hauptmann auch nicht vergessen und Ihr einen besonderen Blumenstrauß überreicht.

Ein Highlight sollte noch folgen, die Kompaniekönigskrönung. Diese kam nach dem gemeinsamen Abendessen.

Bevor der neue Kompaniekönig gekrönt wurde, wurden die Insignienschützen vom Hauptmann Tim Wagemann ausgezeichnet und die scheidende Kompaniekönigin Leonie Haedke bekam den Erinnerungsorden.
Hiernach überraschten uns Ralf und Marion Jürgens. Unter dem Vorwand, er hätte noch vergessen jemanden zu danken, ergriff er das Wort und präsentierte uns die Kompaniekönigskette in einer neuen Holzkiste, mit dem Königsorden von unserem verstorbenen Kompaniekönig Ralf Haedke, der 2012 plötzlich und unerwartet verstarb.

Unsere Kompaniekönigskette wurde mittlerweile von 14 Kompaniekönigen getragen und ist somit schon sehr schwer und voll gehangen.

Anlässlich unseres 175jährigen Jubiläum und der Kompanieübergabe haben uns die beiden eine neue Kompaniekette als Abschiedsgeschenk übergeben. Die neue Kette wurde von unserem Kompaniemitglied Lothar Meisgeier erstellt und graviert.

Natürlich war es unserer Majestät Matthias I. Rohde eine Freude, unserem Oblt. Bernd Koch die neue Kette als Zeichen seiner Würde zu überreichen.

Unser Ehrenoberst Dettmar Barkemeyer ließ es sich nicht nehmen dem neuen Kompanieführer und Kompaniekönig zu gratulieren und überreichte der IV. Kompanie einen Orden, der 1960 vom König Karl I. Schaar an den Oberst der Reichshofschützen verliehen wurde. In welcher Art und Weise wir diesen Orden vergeben müssen wir noch klären, er soll aber als Wanderorden weiter gegeben werden.

In seiner Antrittsrede dankte unser neuer König Bernd Koch seinen Mitstreitern. Bevor die beiden den Tanz eröffneten präsentierten uns die „Mutigen Damen“ die Hymne des Reichshofs.

Als Überraschung traten zu späterer Stunde noch die Fungirls meets Funboys auf, die Nena´s 99 Luftballon auf die 175 Jahre umgedichtet hatten und natürlich noch eine kleine Zugabe parat hatten.

Es wurde noch ein langer Abend und Nacht, in der die Mitglieder der IV. Kompanie und die Gäste feierten.

An dieser Stelle einen recht herzlichen Dank an alle Helfer, Kuchenbäcker und Kuchenbäckerinnen, Vogelbauer, Dekorateurinnen und allen Gästen die mit dabei waren, dass wir alle ein unvergessliches Königsschießen und Festabend erleben durften.

Horrido

Tim Wagemann
Hptm. & Kompanieführer

 

23. Mai 2016 - (Hier klicken um das Original-Dokument im PDF-Format zu öffnen/speichern.)

Königsschießen und 175-jähriges Kompaniejubiläum

Mittlerweile besteht das Schützenwesen Westhofen schon viele Jahre. Die Historiker durchforschten die Geschichte und wurden fündig. Aus alte Unterlagen, Bilder und mündliche Überlieferungen scheint es nun gesichert, dass die 4. Kompanie im Jahre 1841 ins Leben gerufen wurde.

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Im Rahmen des Kompaniekönigsschießens am

Samstag, den 11. Juni um 14:00 Uhr auf dem Festplatz Am Gartenbad

möchten wir gemeinsam mit Ihnen / Euch unser 175-jähriges Kompaniejubiläum feiern.
Die Veranstaltung beginnt mit der Übergabe des Königsvogels um 14:00 Uhr. Danach beginnt das große Jubiläumskaffeetrinken. 
Der Beginn des Vogelschießens ist ab 14:30 Uhr geplant, um 17:00 Uhr beginnt dann das Schießen um die Königswürde.

Nach dem Königsschuss feiern wir natürlich weiter!

Ich freue mich darauf Sie / Euch begrüßen zu dürfen und verbleibe mit unserem Schützengruß


Horrido

Ralf Jürgens 
Hauptmann & Kompanieführer


Kompanieschießen 2008

Es war mal wieder soweit. Vier Jahre sind um und es ist Mitte Mai ein Jahr nach dem Schützenfest.

Dieses ist die traditionelle Zeit, den neuen Kompaniekönig in der vierten auszuschiessen. Wie bei den Schiessen zuvor, wird der Kompaniekönig eigentlich nach den gleichen Regeln ausgeschossen wie der grosse Schützenkönig.

In der vierten war dieses zumindest im Jahre 2004 anders, siehe Text weiter unten. Um in diesem Jahr einige Unwägbarkeiten vorzubeugen, wurde der Vogel nicht mehr von der Stange geschossen, sondern wurde wie sein grosser Bruder im letzten Jahr von hinten her im Kugelfang befestigt. Auch wenn er zu zäh sein sollte, wurden schon Vorbereitungen getroffen. Hierfür gab es eine Dachlatte mit extra langen Streichhölzern. Aber hierzu kam es nicht.

Nachdem die Insignien von dem stattlichen Vogel abgeschossen worden sind, der wieder von dem amtierenden Kompaniekönig und Oberleutnant Karl-Heinz Jürgens gebaut wurde, ging es mit dem Königschiessen los.

Die Insignien errangen, Krone mit dem 37 Schuss, Oberleutnant Volker Kreckler, den Apfel mit dem 74 Schuss, Leutnant Harald Cramer, das Zepter Sanitätshauptfeldwebel Gregor Buchna, den rechten Flügel Hans Dieter Kuchheuser, den linken Flügel Oberstabsfeldwebel Manfred Pixberg. Musikalisch wurde das Insignienschiessen untermalt von dem Spielmannszug Castrop, den der König kurzerhand mitgebracht hatte.

14 Bewerber hatten sich in die Kompaniekönigsliste eingetragen. Am Ende blieben noch vier Kompaniemitglieder übrig, die um die Königswürde rangen. Dieses waren, Major Lothar Meißgeier, Sanitätshauptfeldwebel Gregor Buchna, Hauptfeldwebel Tim Wagemann und Oberleutnant Thomas Fohr.

Der Vogel drehte sich zwar mehrmals auf seiner Schraube, wackelte auch zwischendurch, so dass die Zuschauer schon die üblichen Geräusche von sich gaben, doch so wirklich fallen wollte der Vogel nicht. Die Uhr zeigte schon kurz vor neun und wir schossen schon gute 2 Stunden den Vogel aus, als der Hauptmann und Kompanieführer mit der oben erwähnten Dachlatte und Streichhölzern kam. Dieses war Ansporn genug noch genauer zu zielen und siehe da, der Spieß lies den Vogel erstmal Karussell fahren. Unser Major Lothar Meißgeier wollte dem Vogel auch das fliegen beibringen, aber er blieb mit dem Kopf nach unten hängen. “Geht doch bemerkte unser Hauptmann mit einem lächeln.”

Stück für Stück wurde der Vogel dünner und dünner. Aber fallen wollte er nicht. “Den Span an der Schraube so um 5 vor 12, den müsst ihr treffen, dann fällt er.” Einer der vier Bewerber beherzigte die Aussage, traf den Span. Der Vogel wollte aber immer noch nicht von der Stange. Der Schütze danach dachte sich, “Wenn der nur noch leicht hängt lasse ich ihn jetzt hüpfen und schiesse in die Schulter, dann fällt er.” Gesagt getan und auch getroffen. Der Jubel war gross, der Zähe Vogel fiel um 22:03 Uhr nach dem 333 Schuss Königsmunition von der Stange und unser Oberleutnant Thomas Fohr hat sich damit zum neuen Kompaniekönig der vierten geschossen. Er wird mit seiner Frau Claudia am Samstag, den 31.05.2008 im Rahmen des Kompaniekönigballs die Nachfolge von Karl-Heinz & Marianne Jürgens antreten. Wir gratulieren recht herzlich und wünschen Ihnen eine schöne Regentschaft die nächsten vier Jahre.

Aber das sollte noch nicht alles an diesem Abend gewesen sein. Als zusätzlichen Höhepunkt traten zu späterer Stunde, also in diesem Falle nach 22:30 Uhr noch die “Showgirls der IV. Kompanie” auf. Die drei brachten den Garten noch mal richtig zum beben.

HORRIDO

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Text: T. Wagemann
Bilder: R. Haedke


Wachwechsel in der 4. Kompanie

Am Samstag, den 12.05.2007 begann alles wie gehabt. Die Mitglieder der 4. Kompanie sammelten sich in ihrem Kompanielokal zum Antreten.

Um kurz vor drei, machte sich die 4. Kompanie im lockeren Schritt und in krummer Zweierreihe auf den Weg zum Marktplatz.

Sollte Zwiebel seine Truppe nicht mehr im Griff haben ? Auch beim Antreten klappte es nicht so wie sonst. Zu allem Übel fing es auch noch an zu regnen, besser gesagt zu schütten.

Die Schützenbrüder suchten Schutz unter Schirmen und Jacken, spätestens als es in der ferne donnerte. Nur unser Spieß Dieter nicht. “Ein Offizier muss das abkönnen.” Nachdem der König seine Orden verteilt hatte und die Beförderungen ausgesprochen, machten sich alle bereit zum Abmarsch. Der Regen ließ zum Glück nach und die Kompanien standen wieder in Zweierreihe. Er bemerkte nach kurzer Zeit nur, “ist aber doch ganz schön feucht unter der Jacke”. Das Gelächter war groß.

Als wir am Schulhof angekommen waren, schien wieder die Sonne.

Eigentlich nahm das Biwak einen normalen Verlauf, bis der Hauptmann und Kompanieführer Ralf Jürgens um Ruhe bat.

“Zwiebel's letzter Wunsch war es die Kompanie beim ersten Ausmarsch zum Biwak zu führen”. Diesen Wunsch haben wir ihm erfüllt, wussten da andere bzw. alle um den Verfasser herum, was jetzt kommt?

Unser Dieter wollte nicht mehr. Zum Schützenfest 1995 hat er das Amt des Kompaniefeldwebels von dem jetzigen Major im Stab Lothar Meißgeier übernommen. Dieter hat uns all die Jahre ob Regen, Sonne oder Gewitter immer gut geführt und auch für seine Mannschaft bestens gesorgt.

Kurzerhand wurde unser Dieter zum Oberleutnant befördert, als Dank bekam er zudem noch, das Westhofener Kreuz II. Klasse. Natürlich steht hinter dem Spieß auch immer eine Frau, die wir an dieser Stelle nicht vergessen dürfen und uns bei ihr für die geleistete Arbeit der letzten Jahre an dieser Stelle ebenso bedanken möchten.

Ein neuer Spieß musste her. Diese Aktion war in den Augen des Verfassers schon lange geplant und keiner um ihn herum hat auch nur ein Wort gesagt, oder sich etwas anmerken lassen. Es wurde angeblich innerhalb der Kompanie lange überlegt und nachgedacht, wer für diesen Posten, immerhin ist der Spieß die Mutter der Kompanie, in Frage kommt.

Zur Überraschung wurde ich dann vom Hauptmann und Kompanieführer Ralf Jürgens zum neuen Kompaniefeldwebel ernannt.

Somit hat die 4. Kompanie einen neuen Spieß.

Aber nicht nur einen neuen Oberleutnant und neuen Spieß hat die vierte, auch unser Lothar, Hauptmann im Stab wurde an diesem Tage befördert. Seine Majestät Günter der II beförderte ihn für seine Verdienste zum Major im Stab.

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Text: T. Wagemann
Bilder: R. Haedke


Kompaniekönigsschießen in der IV. Kompanie

Schon lange ist es Tradition neben dem “großen König” innerhalb jeder Kompanie einen Kompaniekönig, auch scherzhaft “Lumpenkönig” genannt, auszuschießen.

Anhand der Kompaniekönigskette die im Jahre 1955 vom Kompaniemitglied Helmut Rausch gestiftet wurde kann man die Kompaniekönige der letzten Jahre auflisten. In diesem Zeitraum haben sich

Rang Name Amtsbeginn
Leutnant Helmut Rausch 1955
Leutnant Karl Heinz Rath 1960
Oberleutnant Helmut Rausch 1964
Leutnant Ernst Kreinberg 1969
Leutnant Jürgen Dunker 1974
Oberleutnant Erich Fischer 1979
Feldwebel Josef Molnar 1883
Leutnant Günter Streppelmann 1988
Oberleutnant Jürgen Dunker 1991
Oberleutnant Lothar Meißgeier 1996
Oberstabsarzt Dr. W.Hasso Kaltenegger 2000
Oberleutnant Karl-Heinz Jürgens 2004

zum Kompaniekönig geschossen.

Lange Zeit war es innerhalb der IV. Kompanie kein echtes Schießen, anfänglich wurde mit Kartoffeln auf eine Runkel geworfen. Erst über die Jahre entwickelt sich das Kompanieschießen zu einem echten Vogelschießen. Karl Eichmann, Mitglied der IV. Kompanie, schnitze nicht nur für das große Schützenfest die Schützenvögel, sondern auch für unsere Kompanie. Natürlich waren es für seine Kompanie immer besonders schöne und große Vögel.

Doch so manche Vögel waren aus zu festem Holz geschnitzt, die Wurzel dafür suchte er meistens in den heimischen Wäldern. Jeder half natürlich eine besonders geeignete Wurzel für den nächsten Vogel zu finden, aus der Karl dann mit erheblichen Mühen in Handarbeit einen stattlichen Vogel schnitzte.

Es wird berichtet, dass teilweise die Flügel angesägt oder sogar die Axt gebraucht wurde, damit sich der Vogel von seiner Stange trennte.

Dieses wurde dann immer mit vielen Sprüchen begleitet mit der Aufforderung beim nächsten male den Vogel noch größer und stabiler herzustellen.

So wurde jedes Kompaniekönigsschießen zu einem besonderen Erlebnis.

Nachdem Karl Eichmann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr die Schützenvögel und Kompanievögel anfertigen konnte, fand sich mit Karl-Heinz Jürgens für die IV. Kompanie ein etwas anderer Vogelbauer aber doch würdiger Nachfolger. Seine Vögel wurden nicht mehr geschnitzt sondern gesägt, hielten sich trotzdem genauso hartnäckig an der Vogelstange wie ihre Vorgänger. Obendrein kam auch hier wieder einmal die Säge zur Nachbehandlung zum Einsatz.

So konnte beim Königsschießen im Jahr 1996, der Vogel nur durch einen Schuss in den Rücken von der Stange geholt werden. Dieses passierte durch die hervorragende Treffsicherheit der Schützen, die so dermaßen auf die Haltestange geschossen hatten, dass sie langsam durch das Gewicht des Vogels abknickte. Es sah dann so aus als wollte sich der Vogel vor der Kompanie und den neuen König verneigen. Letztendlich schaffte es Lothar Meißgeier mit einem Rückenschuss den Vogel abzuschießen.

Auch beim Kompanieschießen im Jahr 2004 zeigte sich der Königsvogel wieder von seiner besten Seite. Nachdem die Kompanie über 8 Stunden versucht hatte ihn von der Stange zu holen wurde das Schießen unterbrochen werden. Bedingt durch die späte Stunde sollte nun schnell ein neuer Kompaniekönig gefunden.

Lose- oder Pinnchen ziehen kamen nicht in frage, der neue König sollte schon ausgeschossen werden. Kurzerhand wurde der Vogel aus dem Kugelfang genommen und durch Bierdeckel ersetzt. Wer beim anschließenden Schießen die Krone auf dem Bierdeckel traf sollte Kompaniekönig werden.

Dieses, war natürlich zu fortgeschrittener Stunde recht schwer, so das einige das Loch zum Aufhängen des Bierdeckels schon als Treffer gewertet haben wollten.

Zum guten Schluß konnte, mit einem Treffer genau in die Krone, Karl-Heinz Jürgens den Sieg für sich entscheiden.

So gibt es bestimmt noch viele Geschichten zu berichten, es bleibt abzuwarten was in den nächsten Jahren noch alles unter der Vogelstange passieren wird.

Text: T. Wagemann
Bilder: R. Haedke

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